Sieben Uhr fünfzehn. Paderborn schläft noch halb, ein fahles Dunkel hängt über dem Parkplatz vor der Lise-Meitner-Sporthalle. Ein einzelnes Auto rollt heran, die Scheinwerfer schneiden durch die Stille. Dann öffnet sich die Tür, zwei Jungen steigen aus, schwer bepackt mit Schul- und Sporttaschen, als wollten sie gleich zu einem internationalen Wettbewerb aufbrechen und natürlich – anschließend wieder in den Unterricht.
Sie stapfen entschlossen Richtung Eingang, wo die Turnierleitung gerade dabei ist, die Halle für das große Futsal-Turnier vorzubereiten.
„Was macht ihr denn schon hier, so früh?“, ruft einer der Organisatoren, noch mit dem Schlüsselbund in der Hand.
Der kleinere der beiden Jungs antwortet, ein wenig außer Atem, aber mit glänzenden Augen:
„Heute haben wir hier unser Turnier und wir wollen nicht zu spät kommen. Die Busse haben doch immer Verspätung. Deshalb hat uns meine Mamma gefahren.“
Man spürt sofort: Für unsere Kinder ist das kein gewöhnlicher Donnerstag. Das ist ihr Tag.
Fußball – mehr als ein Spiel
Fußball bleibt die Nummer 1. Nicht nur auf den großen Plätzen der Welt, sondern auch im Alltag unserer Schülerinnen und Schüler. Am Donnerstag, dem 5. Februar 2026, traten die Jahrgänge 5 und 7 zu ihrem schulinternen Futsal-Turnier an.
Schon im Sportunterricht hatten sie sich vorbereitet: Pässe, Dribblings, ein Team zusammen stellen. Doch Voraussetzung für die Teilnahme war mehr als Technik. Gefordert waren Fairness, Zuverlässigkeit und die Freude am gemeinsamen Spiel.
Das Ergebnis? Nebensache.
Die sportliche Leistung? Im Mittelpunkt.
Tore und Punkte? Natürlich gezählt — denn unsere Kinder und Jugendlichen bestehen darauf. Und das mit Recht.
Ein Turnier, das läuft
Vom ersten Anpfiff an lief alles wie am Schnürchen. Die Teams organisierten sich fast wie Profis: Aufstellungen, Positionen, Ein- und Auswechslungen — vieles regelten sie selbstständig, mit einer beeindruckenden Mischung aus Ernsthaftigkeit und Spielfreude.
Nur wenn es wirklich nötig war, griffen Lehrkräfte unterstützend ein. Doch meist reichte ein kurzer Blick, ein Nicken, ein Zuruf. Der Rest lief aus eigener Kraft.
Die Spiele waren intensiv, aber fair. Laut, aber respektvoll. Ehrgeizig, aber nie verbissen. Genau so, wie Schulsport sein sollte.
Und am Ende? Eine einzige Frage!
Als das letzte Tor gefallen, der letzte Ball verstummt und die Halle langsam wieder zur Ruhe gekommen war, blieb nur eine Frage im Raum:
„Wann machen wir das wieder?“
Die Antwort kam prompt, fast schon feierlich:
Bald. Versprochen.